Prof. Dr. Manuela Kalsky

Flexible Gläubige und die Suche nach einem neuen Wir

Manuela Kalsky, geboren 1961 in Salzgitter, ist Leiterin des Forschungszentrums der niederländischen Dominikaner (DSTS) und der interreligiösen Website Nieuwwij.nl. Seit 2012 bekleidet sie den Edward Schillebeeckx Lehrstuhl für Theologie und Gesellschaft an der Freien Universität in Amsterdam. Nach dem Studium der Evangelischen Theologie in Marburg und Amsterdam war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin für theologische Frauenforschung und Systematische Theologie an der Universität von Amsterdam. Dort promovierte sie zum Thema: Christaphanien: Christologie aus derSicht von Frauen in unterschiedlichen Kulturen. Sie hatte Lehraufträge in Wien, Hamburg, Fribourg und Hannover.

Die religiöse Landschaft (West-)Europas hat sich einschneidend verändert. Individualisierung und technologische Entwicklungen spielten dabei eine wichtige Rolle. Sie haben zu Veränderungen im Bereich der religiösen Identitätskonstruktion geführt. Stichworte sind: Hybridisierung, neue Spiritualität sowie multireligiöse Verbindungen. Menschen kehrten sich ab von religiösen Institutionen und gingen auf die Suche nach zeitgemässen Formen ihres Glaubens.

Prof. Kalsky wird auf Deutsch sprechen. Eine englische Übersetzung wird bereitgestellt.

Rev. Dr. William F. Schulz

Die Grenzen der Menschenwürde: Ist Demokratie mit der menschlichen Natur unvereinbar?

Wenn Unitarier an etwas glauben, dann ist es die Demokratie sowie der Wert und die Würde eines jeden Menschen. Beides ist jedoch heutzutage ernsthaft in Gefahr, durch politischen Extremismus, Massen-Fluchtbewegungen, Rassismus und die zunehmenden Unterschiede zwischen Arm und Reich. Die Menschenrechte beruhen auf der Grundannahme der Würde eines jeden Menschen. Einige halten jedoch das gesamte Konzept der Menschenrechte für überholt. Könnte es sein, dass wir Menschen, die wir so klüngelhaft und leicht durch Fremdes zu beängstigen sind, einfach nicht in der Lage sind, die Demokratie zu bewahren? Und wenn nicht, was müssen Unitarier tun, um ihre Grundwerte zu verteidigen?

Bill Schulz war von 1985 bis 1993 Präsident der Unitarian Universalist Association (UUA), von 1994 bis 2006 Executive Director von Amnesty International USA und von 2007 bis 2016 Präsident des Unitarian Universalist Service Committee (UUSC). Er ist momentan Senior Fellow am Carr Center für Menschenrechte an der Kennedy School of Government der Harvard University und Professor für Predigt und Öffentliche Ethik an der Meadville Lombard Theological School in Chicago.

Dr. Schulz wird auf Englisch sprechen. Eine deutsche Übersetzung wird bereitgestellt.